Mittwoch, 31 Mai 2017 13:30

Schülerbericht: Gestern Gallus - heute Abschluss

Was habe ich für eine Schulkarriere hinter mir. 2 Jahre Bankausbildung nähern sich dem Ende zu und ich habe ein letztes Mal die Ehre, einen Artikel über ein Schul-Event schreiben zu dürfen. Dieses Mal: Die Abschlussfahrt der Bank- und Steuerklassen vom 17.05. - 19.05.2017 nach Frankfurt am Main, wo wir also 3 Tage und 2 Nächte verbrachten.

Meine Eindrücke quasi live:

 

Tag 1

06:30 Uhr

Abfahrt an der BS-FFB mit einem Doppeldecker. Sowohl die vier Lehrkräfte Maurer, Montague, Eichele und Wolf als auch alle Schüler sind pünktlich. Das war so nicht zu erwarten.


06:31 Uhr

Ich drehe die Musik aus meinen tragbaren Boxen auf volle Lautstärke.


06:32 Uhr

Der Steuerklasse gefällt das nicht. 

Aber sie sind alle zu müde, um sich zu beschweren. Wir Banker sind eigentlich auch zu müde, um Musik zu hören, aber da muss man auf einer Abschlussfahrt nunmal durch.


12:00 Uhr

Die Stimmung ist super.


13:00 Uhr

Die Stimmung ist komplett im Eimer. Wir stehen im Stau, Vollsperrung.


14:00 Uhr

Die Stimmung geht den Bach runter, der Stau bleibt. Die ersten Nikotinanhänger werden unruhig.


15:00 Uhr

Die Autofahrer um uns herum schlendern rauchend über die Autobahn. Wir sitzen brav im Bus. Versicherungstechnische Gründe. Ich sehe, wie ein Mitschüler an seiner prall gefüllten Zigarettenschachtel schnuppert, um sich zu beruhigen. Zum Glück rauche ich nicht, und ihr solltet es auch nicht tun, Kinder!


15:30 Uhr

Endlich geht es weiter und die Stimmung kommt wieder in Ordnung. Leider fallen durch die Verzögerung die ersten beiden Programmpunkte unserer Reise aus: Vorträge über Bargeld und Geldpolitik bei der Deutschen Bundesbank. Schade, und das ist ernst gemeint. Echt jetzt!


16:30 Uhr

Wir kommen endlich in Frankfurt  beim Geldmuseum der Deutschen Bundesbank an. Ich gehe direkt hinein, während manche Mitschüler erstmal eine Raucherpause von 20 Zigaretten einlegen müssen. Im kürzlich eröffneten Geldmuseum dreht sich alles um den Euro, es ist sehr abwechslungsreich gestaltet und durchaus interessant. Hier und da recht Text-lastig, dennoch sehr zu empfehlen.


17:00 Uhr

Vor Tafeln mit Informationen zu Euromünzen stehen einige meiner Bank-Kollegen, etwas weiter eine Gruppe Steuerfachangestellte und ich stelle einen Unterschied fest. Die Steuer-Leute sind ordentlich angezogen, so wie es den Lehrkräften gefällt. Wir Banker dagegen mit Jogginghose, Pulli und noch einem Rest Zigarettenrauch um uns herum. Fast so wie der eine schmuddelige Junge von den Peanuts. Ich schäme mich nicht.


17:30 Uhr

Nun geht es zu unserem Hostel an der Gallus-Warte. Dabei muss ich direkt an das Lied des berühmten Ghetto-Rappers „Haftbefehl“ denken: „Gestern Gallus, Heute Charts“. Unser Hostel liegt zwar nicht direkt im Ghetto, aber so schön wie in FFB ist es dann auch nicht. Dafür ist das Hostel sehr zentral gelegen, sauber und in der Lobby mit Billardtisch und Kicker ausgestattet. Hier sollte Herr Eichele einigen Schülern noch das Fürchten lehren.


18:00 Uhr

Nun hatten wir Zeit zur freien Gestaltung. Auf nähere Ereignisse gehe ich nicht ein, aber es wurde auf jeden Fall lustig. 


24:00 Uhr

Alle Schüler sind wie vereinbart pünktlich ins Hostel zurückgekommen. Auch das war so wieder nicht zu erwarten. Die Lehrkräfte klopfen sich erleichtert gegenseitig auf die Schulter. Ab ins Bett.

 

Tag 2:

07:45 Uhr

Alle Beteiligten finden sich im Frühstücksraum ein, manche wach, manche eher noch im Halbschlaf. Das Frühstück ist wirklich in Ordnung. 


10:00-12:00Uhr:

Wir bekommen eine Führung durch das ZDF-Hauptquartier in Mainz. Sehr interessant. Die Sportstudio-Torwand, teure Kameras, Studios mit Hightech ohne Ende. Muss man auf jeden Fall gesehen haben. Zum Abschluss ein Film, wofür die Abkürzung ZDF eigentlich steht, wie die Nachrichten so gemacht werden und wie es beim ZDF so abläuft. Danach Fragerunde. Erste Frage eines Schülers, der es bis dahin offensichtlich nicht aus dem Halbschlaf hinaus geschafft hat: „Wofür steht die Abkürzung ZDF eigentlich?“ 


15:30-17:00 Uhr

Ich muss meinen Gürtel ausziehen. Denn wir stehen im Sicherheitsbereich der EZB, wo wir durchleuchtet werden wie am Flughafen. Mit Mühe halte ich meine viel zu große Jeanshose oben und darf passieren. Eine weitere Überaschung: Es haben doch tatsächlich alle ihren Personalausweis dabei und dürfen rein. Wir genießen einen Vortrag über die EZB und ihre Geldpolitik. Es gibt sogar kostenfreien Kaffee und Schokolade. Leider ergießt sich mein Kaffee über das Parkett des Konferenzraumes statt in meinen Mund. Peinlich. Die Dozentin ist leider schon etwas in Wochenendslaune und bringt einiges durcheinander. Zudem kann ich sie mit meinen cleveren Fragen etwas in Bedrängnis bringen, denn dank Herrn Wolfs AWL-Unterricht bin ich quasi selbst EZB-Experte. 


17:30-18:30 Uhr

Die Stadtrundfahrt. Den Lehrkräften sei Dank eine RundFAHRT, denn es regnet in Strömen. Die Stadtführerin gibt mal mehr, mal weniger wertvolle Informationen weiter. Wir wissen nun unter anderem, dass es in Frankfurt günstige und teure Wohnungen gibt und auch, was ein Pendler ist. So eine Rundfahrt steht und fällt eben mit guten Stadtführern. 


Ab 19:00 Uhr

Freizeit, Feierzeit. Die ganzen wirklich lustigen Geschichten kann und will ich hier gar nicht erzählen, denn da muss man einfach dabei gewesen sein. Wieder waren doch tatsächlich alle pünktlich im Hostel und daneben benommen hat sich auch (fast) keiner.

 

Tag 3:

09:00 Uhr 

Ich soll aufstehen. Mein Leben zieht an mir vorbei, aber irgendwie schleppe ich mich zum Frühstücken. Auch die Lehrer schauen etwas entkräftet aus. Die sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.


20:00 Uhr

Leider hat alles mal sein Ende, so auch die schöne Fahrt nach Frankfurt. Ich möchte hiermit nochmal Herrn Wolf als Organisator sowie den Aufpassern Frau Maurer, Frau Montague sowie Herrn Eichele ganz herzlich danken. Wir hatten eine super Zeit, lustig und lehrreich, die sich auch nicht nur auf die Abschlussfahrt beschränkt, sondern auch für unsere gesamte Ausbildungszeit gilt. Vielen Dank und auf Wiedersehen!

 

Jonas Hensler ehem. WK12a, nur leicht abgeändert von Herrn Eichele

 

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