Freitag, 22 Juli 2016 13:45

Polizeivortrag: „Gib Affen keine Chance“

Ich hatte auch wieder die Chance, den Vortrag eines waschechten Polizisten zu erleben. Darin ging es um Selbstverteidigung, bzw. Zivilcourage.

 

Der Vortrag wurde von einem Polizisten gehalten, der in der Inspektion arbeitet und jugendlichen Kriminellen hilft, sich wieder zu bessern. Er stellte direkt dar, dass Gewalt nicht nur bedeutet, dass jemand körperlich angegriffen wird, sondern auch die psychische Gewalt, d.h. Mobbing, eine extrem große Rolle spielt. Er hat eine schlicht gehaltene Power-Point Präsentation genutzt, um das Gesagte zu untermauern.

 

Nun kam er zu den Tipps, wie man sich in Notsituationen verhalten sollte:

Das Stichwort ist Selbstbewusstsein. Auch wenn man nicht  der Geschädigte ist, ist souveränes Auftreten angesagt. Daher kommt auch der komische Titel, „Gib Affen keine Chance“. Wer kennt mittlerweile nicht die „Äffchen“-Smileys, die zum Beispiel auch auf Whatsapp zu finden sind. Der eine hält sich die Augen, der andere die Ohren und wieder ein anderer den Mund zu. Genau so sollte man sich nie verhalten, wenn man Zivilcourage leisten sollte. Was auch ein großer Irrglaube ist, ist die Definition von Notwehr. Viele denken, wenn sie geschlagen werden, direkt zurück schlagen zu dürfen…. FALSCH!

Da machen sie sich genauso strafbar, wie der erste Täter. Vor solchen Angriffen kann man sich z.B. durch Aufenthalt in der Öffentlichkeit, oder Vermeiden von einsamen Orten schützen.

 

Was ich persönlich sehr spannend fand, war der Paragraph §127 STPO, der Jedermannsparagraph.

Jeder darf, wenn er eine Straftat beobachtet, den Täter selber festhalten bis die Polizei eintrifft und macht sich dabei nicht strafbar. Das wichtigste, woran jeder immer denken sollte ist, das auch du in eine solche Situation kommen kannst und dir soll auch geholfen werden, also hilf auch du, wenn du kannst.

 

Autor: Jonas Hensler mit Klassleitung Anja Sop