Mittwoch, 12 Oktober 2016 18:24

Metaller füllen am Wandertag Weißbier ab

Im letzten Jahr wurden im Metalltechnikunterricht die Instandhaltungskonzepte verschiedener Firmen besprochen. Bei der König Ludwig Brauerei führte man früher beispielsweise die vorbeugenden Schmierarbeiten an der Abfüllanlage am Wochenende durch. Aufgrund der in die Jahre gekommenen Anlage waren die Ausfallzeiten dennoch bei etwa 45%. Im vergangenen Frühjahr installierte man deshalb mithilfe von sechzig Monteuren eine neue Abfüllanlage. Sie kann bis zu 45.000 Flaschen pro Stunde abfüllen und wurde Ende April feierlich eingeweiht.

 

Die mittlerweile ins zweite Ausbildungsjahr vorgerückten Lehrlinge hatten im Rahmen des Wandertages im Oktober die Gelegenheit, in der Brauerei live zu erleben, dass der Schmierplan nun fest im Programm der modernen Maschine abgespeichert ist und vom Bedienpersonal nach EDV-Aufforderung direkt ausgeführt werden kann. Die störungsbedingten Ausfallzeiten sind jetzt unter 15%, was einen deutlich stressfreieren Arbeitsalltag des Bedienpersonals ermöglicht.

 

 

Während der Führung durch den Instandhaltungsleiter Andreas Weiß wurden die Feinwerk- und Industriemechaniker auch mit dem ganzen Brauprozess vertraut gemacht. Die abgebildeten Sudpfannen leisten hierbei mittlerweile voll automatisiert immer noch gute Dienste.

 

Beim Abfüllvorgang platzte vor unseren Augen eine Flasche, was im fachkundigen Publikum die Frage aufwarf, wie die empfindliche Mechanik vor den Scherben geschützt wird. Die Antwort war beeindruckend, die Maschine erledigt dieses Problem mittels eines Hochdruckwasserstrahls in den folgenden drei Durchläufen völlig selbständig.

 

Im Anschluss durften wir noch einen Blick auf die Verladeroboter und die Instandhaltungswerkstatt werfen. Hierbei erfuhren wir, dass es zwei Elektriker und einen Schlosser fest angestellt in der Firma gibt und dass jedes erforderliche Ersatzteil auf Vorrat angeschafft wurde. Somit kann bei einer sogenannten „Crash-Instandhaltung“ - also bei einem ungeplanten Ausfall - wichtige Zeit gespart werden. Vorbeugende Instandhaltung findet eher Richtung Wochenende statt und bei umfangreicheren Reparaturen wird auf Personal von Fremdfirmen zurückgegriffen.

 

Die Klasse M11a bedankt sich bei Andreas Weiß und der König Ludwig Brauerei recht herzlich für die sehr interessanten Einblicke in den komplexen Herstellungsprozess von Bier.

 

 

 

Nach dem Brauereibesuch ging es in eine Bäckerei. So gestärkt traten wir die Wanderung zum nächsten Etappenziel an, wo ein Team-Wettbewerb im Billard veranstaltet wurde.

 

In den knapp drei Stunden ermittelten wir an vier Tischen das beste oder vielmehr das glücklichste Billardduo und stärkten nebenbei das Gemeinschaftsgefühl der Klasse. Die Aussage „Wenn du so deine Teile in der Arbeit fertigst wie du Billard spielst, dann…“ sollte also mit einem Augenzwinkern gelesen werden.

 

Wir hatten auf jeden Fall sehr viel Spaß an diesem kurzweiligen Tag und ließen ihn mit einem gemeinsamen Essen ausklingen.

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