Donnerstag, 04 Mai 2017 15:03

Kunst/werk/raum – in der Pinakothek der Moderne

Zehn Schülerinnen und Schüler aus der BI 10e und drei Begleiterinnen machten sich am frühen Freitagnachmittag auf, um am 28.04.2017 in München in der Pinakothek der Moderne an einem interkulturellen Kunst-Workshop teilzunehmen.

Das Besondere: Es ist keine „Biotop“-Veranstaltung, also nur für Flüchtlinge, sondern jeder, der sich für Kunst interessiert, kann kostenlos daran teilnehmen. Im Werbeflyer des Museums heißt es dazu: Für Menschen unterschiedlicher Herkunft, Sprache und Erfahrung. So stießen zehn weitere Teilnehmer des Workshops zu unserer Gruppe dazu, darunter vier Kinder mit ihren Müttern, zwei Amerikaner und ein weiterer junger Mann aus Afghanistan.

 

 

Zwei freundliche Museumspädagoginnen begrüßten uns herzlich und führten uns zunächst zu Werken eines koreanischen Künstlers – Kunst zum Anfassen und Erleben.

In der Museumswerkstatt war dann schon alles für uns vorbereitet, sodass wir nach einer kurzen Einweisung sofort loslegen konnten. Denn wir sollten nicht nur Kunst betrachten, sondern selber künstlerisch tätig werden.

Unser erster  Arbeitsauftrag lautete daher: Postkarten in Stempeltechnik gestalten. Hierfür bekamen wir jede Menge Stempelkissen in verschiedenen Farben, Korken, Styroporteile und andere kleine Teilchen, die als Stempel dienten, und natürlich Postkarten.

Diese Arbeiten, so sagte man uns, würden im Museum bleiben. Eine nächste Besuchergruppe könnte sie mitnehmen und so hätten wir die Möglichkeit, mit diesen Karten Botschaften zu hinterlassen.

  

Nachdem wir unseren Arbeitsauftrag erfüllt hatten, durften auch wir aus einem gut bestückten Postkartenständer eine Karte aussuchen, die eine Vorgängergruppe gestaltetet hatte. Zufälligerweise habe ich eine Karte gewählt, auf deren Rückseite eine Teilnehmerin den Wunsch nach Frieden und Sicherheit für ihre Heimat Afghanistan äußert. Unsere afghanischen Schüler übersetzten sichtlich bewegt die knappen Zeilen.

 

 

Als wir im Weiteren mit verschiedenen Materialien arbeiteten, darunter auch wieder Stempel, benutzten einige unserer Schüler ihre Fingerkuppen als Stempel – ein Produkt ihrer Inspiration oder vielleicht doch Galgenhumor?

 

 

Die zweieinhalb Stunden vergingen jedenfalls wie im Flug. Wir kamen mit verschiedenen Teilnehmern ins Gespräch und unsere Gruppe mischte sich mit jedem neuen Arbeitsauftrag neu. Unter fachlicher Anleitung haben wir betrachtet, gemalt, gestempelt, gezeichnet und präsentiert. Zwischendurch wurden wir sogar verköstigt. Mit anderen Worten: Es war ein absolut gelungener Workshop.                                                                               

 

Leyla Degler

 

Artikelauswahl JOA/BVJ/BIJ