Montag, 17 November 2014 00:00

Metaller drucken jetzt dreidimensional

In der 12. und 13. Klasse Feinwerkmechaniker gibt es im Fach "Montage und Inbetriebnahme" das Lernfeld "Montieren, Demontieren und Inbetriebnehmen technischer Systeme". Als technisches System wurde an unserer Schule nun zum ersten Mal ein 3D-Drucker gewählt. In einem Projekt mit dem Klassleiter Hermann Dopfer bauten die Auszubildenden einen solchen Drucker.

Der vom Landkreis im Haushalt 2014 genehmigte Drucker wurde als Bausatz (500 € billiger als das Fertiggerät) bestellt und zu Beginn des Schuljahres geliefert. Bereits am Ende des letzten Schuljahres besorgten wir uns die Montagepläne in digitaler Form. Die Schüler analysierten in einem ersten Schritt die Pläne und Darstellungen dieses Systems. Hierbei untersuchten sie das System "3D-Drucker" nach Stoff-, Energie- und Informationsflüssen. In einem zweiten Schritt erläuterten und bewerteten die Schüler die montagegerechte Gestaltung der einzelnen Bauelemente. Als letzte Vorarbeit im vergangenen Schuljahr wurden dann die vorhandenen Montagepläne optimiert und Baugruppen ausfindig gemacht, die in Kleingruppen parallel montiert werden können.

Sofort nach Lieferung des Bausatzes machten wir uns an die Zusammensetzung. Nach der Montage der Teilsysteme in Parallelgruppen wurden diese zum Gesamtsystem zusammengebaut. Der Montagefortschritt wurde jeweils am Ende des Schultages dokumentiert.

Nach abgeschlossener Montage haben nun die ersten Testläufe stattgefunden. Diese waren befriedigend, aber noch nicht optimal. Nach Verbesserungen an der Filamentzuführung und der Kunststoffhaftung auf der Heizplatte sind die Druckergebnisse inzwischen soweit, dass das Gerät in die mehrmonatige "produktive Phase" übergeben werden kann, wo wir z. B. Ersatzteile und Anschauungsobjekte für das technische Zeichen fertigen werden.

Das Projekt findet für die Klasse mit der Demontage des 3D-Druckers seinen Abschluss. Da es vom Hersteller keine Demontagepläne gibt, müssen diese erst erstellt werden. Nach dem Demontieren dürfen sich dann die Auszubildenden der nachfolgenden 12. Klasse auf dieses Projekt freuen.